Slackline Arten
Derzeit werden fünf Arten unterschieden:
Lowlines/Tricklines
Die gebräuchlichste Art des Slacklinings ist das Trick- oder Lowlining, da man sich dabei kaum Gedanken über Aufbau und Absicherung der Line machen muss. Hierbei versucht man auf einer relativ niederen schwach gespannten Line (ungefähr Knie- bis Hüfthöhe über dem Boden, deshalb Lowline) Tricks zu machen. Dabei wählt man als Untergrund am besten weichen Boden wie Gras und Sand oder legt Matten unter, um Verletzungen zu verhindern, wenn man das Gleichgewicht verliert.
Einige der offensichtlichsten Tricks sind unter anderem:
- Stehen
- Gehen
- rückwärts Gehen
- Umdrehen
- Hinsetzen
- Hinlegen
- "Surfen"
- ...
Long Distance Lines
Hierbei wird versucht eine möglichst lange Line von Fixpunkt zu Fixpunkt zu bewältigen. Die Schwierigkeiten liegen hier in mehreren Bereichen:
Das Eigengewicht der Line erfordert ein sehr ruhiges Gehen: es ist schwer die Line wieder ruhig zu bekommen, wenn sie einmal in Schwingung geraten ist.
Die Konzentrationsfähigkeit wird auf eine Dauer-Belastungsprobe gestellt.
Spannmechanismus und Rückversicherungen müssen von Profis aufgebaut werden, da extrem hohe Kräfte auftreten, die bei falschem Material beziehungsweise Aufbau zu Materialversagen führen können.
Rodeo- bzw. Freestyle-Lines
Solche Lines sind nicht fest gespannt sondern werden mehr oder weniger "schlapp" aufgehängt. Aufgrund des Durchhangs ist das Begehen solcher Lines wesentlich schwieriger, außerdem können schwerere Stürze passieren. Die Tricks auf diesen Lines beschränken sich im Normalfall auf Gehen, Umdrehen, Quer stehen und Surfen, wobei letzteres eher einem langsamen, kontrollieren Schwingen entspricht. Rodeo Lines sind ein gutes Training für Longlines, da in beiden Fällen die Line sehr ruhig unter dem Schwerpunkt des Slackliner gehalten werden muss. Hier besteht auch eine grosse Ähnlichkeit zum Schlappseil.
Highlines
Highlines sind in einigen Metern bis zu mehreren hundert Metern Höhe angebracht, so dass ein einfaches und gefahrloses Abspringen nicht mehr möglich ist. Hierbei spielt nicht nur die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, eine Rolle, sondern vor allem bei den sehr hohen Lines kommt die psychische Komponente dazu, über einen Abgrund zu laufen.
Der Bau von Highlines ist absoluten Profis vorbehalten, die über die wirkenden Kräfte und die Dimensionierung der Befestigungen genau Bescheid wissen. Hier ist ein professioneller Aufbau noch wichtiger als bei den Longlines, da bei Materialversagen nicht nur Verletzungs- sondern Absturzgefahr besteht. Deshalb werden die Befestigungen für Highlines redundant ausgelegt und die Person auf der Line wird durch einen Klettergurt und eine daran befindliche Sicherungsschlinge an einem Kletterseil gesichert, das wiederum unabhängig von der Befestigung der eigentlichen Line befestigt und unter die Line geklebt wird.
Lines über Wasser
Eine weitere Spielform ist das Begehen einer über Wasser gespannten Line. Durch den fehlenden festen Untergrund als Möglichkeit zum Absteigen wie auch als optischer Fixpunkt, ist das Begehen einer solchen Line anfangs meist wesentlich schwieriger als über festem Grund. Doch nach einer gewissen Übungsphase kann man Wasserlines gut nutzen um spezielle Sprung-Tricks wie z. B. Salti ohne Verletzungsgefahr bei der Landung zu üben, wobei aber auch Stürze ins Wasser nicht immer schmerzfrei sind.
Bei der Wahl des Platzes sollte neben stabilen Fixpunkten auch auf einen passenden Gewässergrund aus rundem Kies, Sand oder Schlamm geachtet werden, um das Verletzungsrisiko bei Stürzen zu minimieren. Für normales Gehen ist eine Wassertiefe von ca. 1,40 m ausreichend, bei Sprüngen sollte es wesentlich mehr sein, damit der Slackliner bei der Landung nicht auf Grund stösst. Ausserdem ist darauf zu achten daß der Untergrund in Ufernähe möglichst abrupt abbricht, damit sich der Slackliner bei Stürzen in Ufernähe nicht durch fehlende Wassertiefe verletzen kann. Falls das nicht gegeben ist können andere Slackliner wie beim Bouldern als Spotter dienen bzw. dem Begeher mit Hilfe einer Stange, eines Seils, Asts oder Ähnlichem ermöglichen daß er sicher aus der Gefahrenzone balancieren kann.
Einen Unterschied in der Begehung gibt es auch zwischen stehenden und fließenden Gewässern, da die Wasserbewegung zusätzlich ablenkt und das Gleichgewichtsempfinden stört.
[Quelle: Wikipedia und Slackline.at]




