Langlauf Tipps & Tricks
Langlauf ist gesund, macht Spaß und hält fit.
Nicht umsonst spricht man im Langlauf von den drei "L": Langläufer L(i)eben Länger!
Damit Langlauf aber erst so richtig Spaß macht sollte man einige Dinge beachten:
Der Langläufer wird im Sommer geboren
Damit ist natürlich nicht der Geburtsmonat gemeint sondern dass man im Langlauf den Grundstein für seine Leistung bereits im Sommer legt. Im Spitzensport beginnt das Training bereits Anfang Mai. Langlauf ist eine der wenigen Sportarten bei der nahezu der gesamte Körper beansprucht wird; daher muss auch in der Vorbereitungszeit der ganze Körper trainiert werden. Besonderer Wert ist dabei auf den Oberkörper und Armbereich zu legen
da diese in der Vorbereitungszeit bei vielen vernachlässigt werden. Die Verwendung von Armkraftzuggeräten oder Gummibändern ist hierfür bestens geeignet.
Neben Radfahren, Laufen, Bergtouren mit Stöcken und Krafttraining ist vor allem Skirollern der wichtigste Bestandteil im Sommertraining.
Sowohl beim Skaten als auch klassisch kommt man mit dem Skiroller der Bewegungsform, der Technik und der spezifischen Kraftanforderung des Langlaufs auf Schnee sehr nahe.
Beim Material die erste Wahl
Um mit einem Ski den größtmöglichen Spaß zu haben ist vor allem im klassischen Bereich die richtige Spannung und Steifheit des Skis entscheidend. Daher ist es unumgänglich sich im Fachhandel beraten zu lassen und mit Hilfe einer Spannungssmessplatte oder eines Spannungsmessgerätes den idealen Ski für sein Körpergewicht und Können zu finden. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Ski für den jeweiligen Einsatzbereich
(kalt oder warm) den richtigen Belag und Schliff hat.
Damit die Armkraft möglichst verlustfrei in Vortrieb umgesetzt werden kann sollte der Langlaufstock steif und leicht sein. Diese Eigenschaften vereint am besten ein Stock aus
100% Carbon. Ist zwar nicht billig aber zahlt sich aus.
Der Langlaufschuh muss die Kraft vom Fuß auf den Ski übertragen. Daher ist eine optimale Passform sehr wichtig. Da jeder Fuß anders ist, sollte man – wenn möglich – verschiedene Schuhe vor dem Kauf testen. Individuell formbare Einlagen können die Passfähigkeit des Schuhes zusätzlich erhöhen.
Fluor ist nicht nur für die Zähne gut
Das Wachs ist neben dem Schliff die wichtigste Schicht zwischen Belag und Schnee und hat daher einen großen Anteil am Speed des Skis. Das Zauberwort hierbei ist Fluor.
Im Rennlauf werden – außer bei extrem kalten Temperaturen – ausschließlich Wachse mit hohem Fluoranteil verwendet. Ob das Wachs in Pulver-, Block- oder Stickform verwendet wird ist „Geschmackssache“ Ich persönlich finde Sticks sehr gut weil sie einfach zu handhaben und leicht aufzutragen sind. Besser in zwei High-Fluor-Wachse investieren als sich für jeden Temperaturbereich ein normales Paraffin-Wachs zu kaufen. Ein guter Ski sollte nach jedem Training neu gewachst werden.
[Text: Christian Hoffmann für Ski-Willy]



